Materialratgeber

Ich wähle jeden Blank sorgfältig aus – und trage die Shirts auch selbst. Was ich dabei über Passform, Material und Verarbeitung gelernt habe, findest du hier ungefiltert.

Shirts
01 — Standard

Gildan 64000 Softstyle®

153 g/m² Ring-spun Cotton Regular Fit Unisex

Mein meistgekauftes Blank – und das aus gutem Grund. Der Softstyle ist angenehm leicht, fällt normal aus und eignet sich für alle, die ein unkompliziertes Alltagsshirt suchen.

Variante Zusammensetzung
Unifarben 100% ringgesponnene Baumwolle
Sport Grey 90% Baumwolle, 10% Polyester
Dark Heather 65% Polyester, 35% Baumwolle

Schlauchware ohne Seitennähte, Schulter-zu-Schulter-Verstärkung, viertelgedreht gegen Faltenbildung. Rohware aus Bangladesch, Nicaragua, Honduras, der Dominikanischen Republik, Haiti oder Guatemala.

✓ OEKO-TEX Standard 100 ✓ Better Cotton Initiative ✓ WRAP-zertifiziert ✓ Fair Labor Association
👤 Mein Alltagsshirt. Die Passform ist angenehm weit genug, ohne zu floaten – und nach vielen Wäschen immer noch formstabil.
02 — Bio-Shirt Unisex

SOL'S Legend 03981

175 g/m² 100% Bio-Baumwolle Unisex Regular In Umstellung
⚠ Bio-Baumwolle „in Umstellung" – noch nicht OCS-zertifiziert

100% gekämmte Bio-Baumwolle aus Feldern, die sich im Übergang zur vollständigen Biozertifizierung befinden. Gerippter Rundhalsausschnitt, Nackenband, Seitennähte, 175 g/m² – etwas schwerer als der Gildan, mit spürbar weicherem Griff.

Wichtig für die Kommunikation: Das Label „in Umstellung" darf nicht als vollwertige Bio-Zertifizierung beworben werden. Korrekte Formulierung: „100% Bio-Baumwolle (in Umstellung)" – so bleibt man rechtlich auf der sicheren Seite gegenüber Greenwashing-Abmahnungen.

👤 Ein ehrliches Zwischenprodukt: bereits auf dem Weg zur Biozertifizierung, aber noch nicht ganz dort. Ich kommuniziere das transparent – wer das weiß, schätzt es.
03 — Bio-Shirt Herren

SOL'S Pioneer Men 03565

175 g/m² 100% Bio-Baumwolle Tailliert OCS-zertifiziert
✓ OCS-zertifiziert (IDFL TE-99972636)

Taillierter Herrenschnitt, tubularer Körper ohne Seitennähte – kein Scheuern, kein Verziehen. 100% organisch angebaute Baumwolle mit natürlichem Finish für ein besonders weiches Tragegefühl. Die OCS-Zertifizierung durch IDFL ist die gleiche wie beim SOL'S Stellar Hoodie – durchgehend nachvollziehbare Lieferkette.

📐 Fällt kleiner aus – im Zweifel eine Größe größer wählen
👤 Mein stärkstes Shirt in Sachen Zertifizierung – OCS-bestätigt, körpernah, ohne Seitennähte. Wer das Pioneer trägt, trägt das bewusst.
Caps & Accessoires
04 — Beanie

Beechfield B50 – Organic Cotton Beanie

One Size 100% Bio-Baumwolle OCS-zertifiziert

Doppellagiger Strick, leichtes atmungsaktives Gewebe mit Aufschlagdesign. TearAway Label. OCS-Zertifizierung durch Control Union (CU811033) – stark kommunizierbar und für Kunden nachweisbar.

05 — Trucker Cap

Beechfield BC060 – Organic Trucker Cap

66 g 6-Panel OCS 100 REACH

Frontpanel und Schirm aus 100% Bio-Baumwolle (OCS 100 + REACH-zertifiziert), Mesh-Rücken aus 100% Polyester. Vorgebogener Schirm, Snapback-Verschluss. TearAway Label.

✓ OCS 100 zertifiziert ✓ REACH-zertifiziert
06 — Snapback Cap

Beechfield B610 – Snapback Rapper Cap

5-Panel Flat Peak Streetwear
⚠ Kein Bio-Produkt

100% Baumwoll-Twill. Gestickte Lüftungsösen, authentischer Peak-Aufkleber, Retro-Snapback-Verschluss. TearAway Label. Ein klassisches Streetwear-Cap ohne Nachhaltigkeitsanspruch – das kommuniziere ich auch so, klar und ohne Greenwashing.

👤 Maximale Druckfläche vorne. Ideal für Statement-Designs – ich setze hier auf ehrliche Kommunikation statt auf ein nachhaltigeres Bild als es entspricht.
Hoodies
07 — Unisex Hoodie

SOL'S Stellar 03568 – Organic Hoodie

280 g/m² 80% Bio-BW 20% Recycling-Poly OCS-zertifiziert

Baumwoll-Außenseite mit gebürstetem Innenfleece. Raglan-Ärmel, Jersey-gefütterte Kapuze, Känguru-Tasche, Metallösen, Zugband-Stopper und Nackenband. OCS-Zertifizierung durch IDFL (TE-99972636).

✓ OCS-zertifiziert (IDFL) ✓ Bio-Baumwolle ✓ Recycling-Polyester
👤 Mein stärkstes Nachhaltigkeitsprodukt – Bio-Baumwolle und Recycling-Polyester kombiniert. Ideal, wenn der Umwelt-Aspekt im Vordergrund stehen soll.
Druckverfahren
08 — DTF-Druck

Was bedeutet DTF?

DTF steht für Direct-to-Film – das Design wird zunächst auf eine Spezialfolie gedruckt, mit Klebepulver beschichtet und dann auf den Stoff transferiert.

🔍
Scharfe Kanten

Auch feine Details und kleine Schriften bleiben präzise.

🤲
Weiches Druckbild

Keine Folie, kein Plastikgefühl – der Druck liegt weich auf dem Stoff.

🔄
Waschbeständig

Kein Reißen, kein Verblassen – auch nach vielen Wäschen.

🎨
Farbtreue

Leuchtende Farben ohne Einschränkung bei der Farbanzahl.

09 — DTG-Druck

Was bedeutet DTG?

DTG steht für Direct-to-Garment – hier wird die Tinte direkt in den Stoff gedruckt, ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker auf Papier. Das Ergebnis fühlt sich anders an als DTF – und hat seine eigenen Stärken.

🪡
In der Faser

Die Tinte sitzt direkt im Stoff – das Druckbild liegt nicht oben auf, sondern ist Teil des Materials.

🤲
Weiches Gefühl

Kein fühlbarer Auftrag auf der Oberfläche – der Druck ist kaum zu spüren.

🌿
Ideal für Hellton

Auf hellen Stoffen liefert DTG sehr natürliche, atmungsaktive Druckergebnisse.

⚠️
Vorbehandlung nötig

Dunkle Stoffe brauchen eine weiße Untergrundschicht – das beeinflusst Griff und Optik leicht.

DTF vs. DTG – der direkte Vergleich

DTF

  • Funktioniert auf allen Materialien
  • Brillante Farben auch auf Dunkel
  • Elastische Schicht, sehr waschfest
  • Leicht fühlbar auf dem Stoff
  • Keine Vorbehandlung nötig

DTG

  • Druck in der Faser, kaum spürbar
  • Besonders weiches Tragegefühl
  • Ideal für helle Stoffe
  • Bei Dunkel: weiße Untergrundschicht
  • Empfindlicher bei falscher Pflege
👤 Ich biete beide Verfahren an – DTF als Standard für brillante, haltbare Ergebnisse, DTG für alle, die ein besonders weiches, „unsichtbares" Druckbild bevorzugen.
Nachhaltigkeit & Produktion
10 — Print-on-Demand

Kein Lager, kein Müll

Jedes VYBRYS-Produkt entsteht erst dann, wenn du es bestellst – nicht vorher. Das klingt simpel, macht aber einen großen Unterschied:

Jedes Design in jeder Farbe, jede Farbe in jeder Größe – das wäre möglich. Wir tun es nicht. Denn was nicht verkauft wird, muss auch nicht produziert werden – der Umwelt zuliebe.

📦
Keine Überproduktion

Es wird nichts auf Vorrat produziert, das am Ende vielleicht unverkauft bleibt.

🗑️
Kein Entsorgungsdruck

Kein Lager, das geräumt werden muss. Keine Restposten, die vernichtet werden.

🌍
Produktion in der EU

Gelato produziert regional – kürzere Lieferwege, geringerer CO₂-Fußabdruck.

💡
Ressourcenschonend

Energie, Wasser und Material werden nur dann eingesetzt, wenn tatsächlich Bedarf besteht.

Warum das wichtig ist

Die Modeindustrie gehört weltweit zu den größten Verursachern von Abfall und Überproduktion. Jährlich werden Milliarden Kleidungsstücke vernichtet, weil sie nie verkauft wurden. Das Print-on-Demand-Modell dreht diesen Mechanismus um: Erst die Nachfrage, dann das Produkt.

👤 Das ist für mich kein Marketing-Argument, sondern der Hauptgrund, warum ich dieses Modell gewählt habe. Ich will nichts produzieren, was niemand braucht.
11 — Bio-Baumwolle

Warum Bio-Baumwolle?

Bio-Baumwolle wird ohne synthetische Pestizide, Herbizide oder gentechnisch verändertes Saatgut angebaut. Das hat konkrete Auswirkungen – auf die Umwelt, auf die Menschen in der Lieferkette, und auf deine Haut.

🌿
Keine Chemikalien

Kein synthetischer Pflanzenschutz, keine chemischen Dünger – gesündere Böden, saubereres Grundwasser.

💧
Weniger Wasserverbrauch

Gesunde Böden mit höherem Humusgehalt speichern Wasser besser – Bio-Baumwolle braucht daher oft deutlich weniger Bewässerung.

🤝
Fairere Bedingungen

OCS-zertifizierte Produktion bedeutet nachvollziehbare Lieferketten und bessere Arbeitsbedingungen für Baumwollbauern.

🧴
Hautfreundlicher

Keine Pestizidrückstände auf dem Stoff – besonders relevant für Allergiker und empfindliche Haut.

🌱
Bodengesundheit

Biodynamischer Anbau fördert die Bodenbiologie und bindet mehr CO₂ als konventionelle Monokulturen.

🔖
OCS-Zertifizierung

Der Organic Content Standard belegt lückenlos, dass Bio-Baumwolle wirklich Bio ist – von der Pflanze bis zum fertigen Produkt.

👤 Wo immer es sinnvoll und ehrlich kommunizierbar ist, setze ich auf OCS-zertifizierte Blanks. Beim B610 verzichte ich bewusst auf diesen Anspruch – denn falsche Versprechen helfen niemandem.
12 — Vom Feld zum Shirt

Wie entsteht Baumwolle?

Baumwolle (Gossypium) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt – und gleichzeitig eine der ressourcenintensivsten. Der Weg von der Pflanze zum T-Shirt hat mehrere Stufen:

☀️
Anbau
🌸
Ernte
⚙️
Ginning
🧵
Spinnen
🪢
Weben
✂️
Verarbeitung
  • ☀️ Anbau: Die Baumwollpflanze wächst im sogenannten Baumwollgürtel – einem Klimabereich zwischen dem 37. Breitengrad Nord und Süd. Warme Temperaturen und ausreichend Sonnenstunden sind entscheidend. Länder wie USA, Indien, China, Brasilien, Usbekistan und mehrere afrikanische Staaten sind die größten Produzenten.
  • 🌸 Ernte: Nach der Blüte bilden sich Kapseln (Bolls), die bei der Reife aufplatzen und die weißen Faserbüschel freigeben. Die Ernte erfolgt teils maschinell, teils per Hand – Handpflücke gilt als schonender und liefert reinere Fasern.
  • ⚙️ Ginning: In der Entkörnungsmaschine (Gin) werden die Baumwollfasern von den Samen getrennt. Die Fasern gehen zur Weiterverarbeitung, die Samen werden für Öl und Tierfutter genutzt.
  • 🧵 Spinnen: Die Fasern werden gereinigt, gekämmt und zu Garnen versponnen. Ringgesponnenes Garn (ring-spun) – wie beim Gildan 64000 – wird dabei mehrfach verdreht und gereckt. Das Ergebnis ist ein gleichmäßigeres, weicheres und haltbareres Garn als offen gesponnene Varianten.
  • 🪢 Weben oder Stricken: Aus dem Garn entsteht durch Weben (Gewebe) oder Stricken (Jersey, wie beim T-Shirt) der eigentliche Stoff. Jersey ist die typische T-Shirt-Ware: dehnbar, weich, eng gestrickt.
  • ✂️ Veredlung & Konfektion: Der Rohstoff wird gebleicht, gefärbt, vorgewaschen (gegen Einlaufen) und sanforisiert. Anschließend wird der Stoff zugeschnitten und zum fertigen Blank vernäht – bereit für meinen DTF-Druck.
Der Unterschied bei Bio-Anbau: Konventionelle Baumwolle verbraucht rund 10.000 Liter Wasser für ein einziges Kilogramm Faser und zählt zu den pestizidintensivsten Kulturen weltweit. Bio-Anbau reduziert beides erheblich – durch gesündere Böden, natürliche Schädlingsregulation und den Verzicht auf synthetische Chemikalien.